Dr. iur. Mª José Bobes Sánchez, Universidad Complutense de Madrid
Entwicklung des Regulierungsverwaltungsrechts in Europa. Regulierungsermessen und Kontrolldichte. Eine rechtsvergleichende Perspektive: Deutschland-Spanien
Im Wintersemester 2011/2012 (20.-21. Januar 2011) werde ich das o.g. Seminar anbieten.
1. Teil: Einführung
1. Rezeption der US-amerikanischen Regulierungskonzeption
2. Von staatlicher Leistungserbringung zur Regulierungsverantwortung
3. Die EG-Richtlinien: Kapitalmarktrecht, Europäisches Telekommunikationsrecht, Europäisches Energierecht
4. Die Entwicklung in den einzelnen Regulierungsgebieten
2. Teil: Regulierungsrecht in Europa
5. Regulierungsbegriff
6. Verfassungsrechtlicher Rahmen des Regulierungsverwaltungsrechts
7. Verwaltungsorganisation. Die „unabhängige“ Regulierungsbehörde. Europäisches Kooperationsverwaltungsrecht.
8. Verwaltungsaufgaben und Handlungsformen
3. Teil: Regulierungsermessen
9. Die allgemeine Systematik administrativer Letzentscheidungskompetenzen und das Regulierungsermessen
10. Analyse der deutschen Rechtsprechung zum Thema
11. Darstellung der spanischen Jurisprudenz zum Thema
12. Eine rechtsvergleichende Perspektive: die deutsche und die spanische Lehre
13. Das Regulierungsrecht als neues Argument für eine einheitliche Ermessenslehre
Anmeldungen und Rückfragen richten Sie bitte an das Sekretariat des IVR (Frau Anja Ihli,
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).
Das Seminar wird auf Deutsch gehalten. Fremdsprachenkenntnisse werden daher nicht vorausgesetzt (außer es besteht im Einzelfall Interesse daran).
Dr. iur. Giorgos Christonakis, LL.M., Thessaloniki/Heidelberg
Rechtsdurchsetzung im Verwaltungsrecht
Aktuelle Entwicklungen im deutschen, griechischen und europäischen Verwaltungsprozessrecht
Im Wintersemester 2011/2012 (voraussichtlich ab November, donnerstags, 18-20 Uhr, IVR, Raum 217) werde ich das o.g. Seminar anbieten.
Als Themen sind vorgesehen:
1. Der Stellenwert des Widerspruchsverfahrens und seine Entbehrlichkeit
2. Nachschieben von Ermessenserwägungen
3. Die prozessuale Durchsetzung von Normerlass- und Normergänzungsansprüchen
4. Der Grundsatz ökonomischer Abwicklung von Gerichtsverfahren: Begründung und Erscheinungsformen
5. Der sog. Erledigungsfeststellungsrechtsstreit
6. Anwendungsfelder und Sachentscheidungsvoraussetzungen der Fortsetzungsfeststellungsklage aufgrund neuerer Rechtsprechung
7. Unionsrechtlich bedingte Modifikationen im verwaltungsgerichtlichen Eilrechtsschutz
8. Fortentwicklungen bei der Subjektivierung des unionsrechtlichen Verwaltungsrechtsschutzes und deren Konsequenzen für das deutsche Konzept der Klagebefugnis
9. Entwicklungen im Individualrechtsschutz gegen normative EU-Rechtsakte nach Lissabon
10. Effektivität in der Methodik der Rechtsprechungspraxis des EuGH: Entwicklungen, problematische Elemente, Lösungswege
11. Die Verhältnismäßigkeitskontrolle durch den EuGH
12. Die überlange Dauer gerichtlicher Verfahren als Menschenrechtsverstoß und deren Folgen für den Verwaltungsprozess
13. Hauptmerkmale und Schwäche des Kassationssystems in der griechischen Verwaltungsgerichtsbarkeit
14. Die jüngsten systemischen Veränderungen im griechischen einstweiligen Rechtsschutzverfahren im Bereich des öffentlichen Auftragswesens
15. Anwendungsfelder bei der Europäisierung des griechischen Verwaltungsrechtsschutzes
16. Beschleunigung und Effizienz als neueste Reformziele des griechischen Prozessgesetzgebers
Es ist ein ca. 20minutiges Referat zu halten mit abschließender Diskussion. Die Seminararbeit darf 25 DIN A4 Seiten nicht überschreiten.
Anmeldungen und Rückfragen richten Sie bitte an:
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oder an das Sekretariat des IVR (Frau Anja Ihli,
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Im Allgemeinen sind keine Fremdsprachenkenntnisse nötig. Bei Thema Nr. 13 und 15 sind griechische Sprachkenntnisse vorteilhaft, bei Thema Nr. 16 erforderlich.